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Rundum gelungen: Hoffest auf dem Nettenscheid. Von
Thomas Bender
Am Samstag kamen viel mehr Menschen als erwartet zum Hof von der
Crone. Werbung für Lebensmittel mit Qualität
ALTENA Gegen 15 Uhr war der Kuchen ausverkauft - „mit so
vielen Menschen habe ich nicht gerechnet", bekannte Birgit von der Crone und
schmierte Brötchen mit selbst gemachtem Holundergelee. Sie und ihr Mann Jochen
hatten am Samstag zum „Hoffest" auf dem Nettenscheid eingeladen, um zu zeigen,
dass es in Altena noch Landwirtschaft gibt.
Gleichzeitig war's eine Werbung für Lebensmittel, die nicht in Massen, sondern
in Maßen und mit Liebe und Sorgfalt hergestellt werden. Die Biovollkornbäckerei
Woeste aus Iserlohn war zum Nettenscheid gekommen, Kuchen, Brot und Brötchen
gingen weg wie warme Semmeln. Gleich nebenan, am Stand der Hofkäserei aus
Veserde, gab's den passenden Belag und Informationen zum Thema Käse aus dem
Sauerland. Andrea Moll, die engagierte Weinhändlerin aus der unteren
Lennestraße, bot Kostproben von handwerklich erzeugten Weinen, die mehr als 1,29
Euro kosten, dafür aber auch nicht um die halbe Welt gereist sind, um beim
Discounter im Regal zu stehen. Schinken von ehemals glücklichen Schweinen aus
dem Sauerland gab's zu kaufen, Birgit von der Crone hatte einen riesigen Kessel
Eintopf gekocht, um damit auf ihre eigenen Produkte hinzuweisen.
Was von der Crones selbst anzubieten haben, steht nämlich im Moment noch auf der
Weide: Sie ziehen Rinder auf, vermarkten das Fleisch im Spätherbst direkt ab
Hof. Sinn und Zweck des Hoffestes war es auch, dafür Werbung zu machen.
„Es gibt viele, die danach fragen", berichtete Jochen von der Crone; vielleicht
kann er also im nächsten Frühjahr ein paar Kälber mehr einkaufen bei Bauern aus
der Region. Er bewirtschaftet den Hof im Nebenerwerb, spricht von „Hobby" - die
Liebhaberei soll aber wenigstens ihre Kosten wieder einspielen.
Landwirtschaft in der Region, artgerechte Tierhaltung, wertvolle Lebensmittel:
Dafür gibt es in Altena offenbar Interessenten: von der Crones konnten am
Samstag viele bekannte Gesichter begrüßen - „aber auch eine Menge Menschen, die
ich noch nie gesehen habe", wie Birgit von der Crone anschließend berichtete.
Dennoch war es keine Massenveranstaltung, sondern eher gemütlich. Das Ambiente
stimmte, gute Gespräche waren möglich - und vor allem eines hörten die beiden
jungen Landwirte immer wieder: „Es wäre schön, wenn es so etwas mal wieder gebe"
Mit freundlicher Genehmigung des Altenaer Kreisblatts
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